Godfather of Blogistan: Der Spiegelfechter

Der Krieg in Georgien hat es einmal mehr bewiesen: die deutschen Mainstreammedien berichten total einseitig. In diesem Fall ergriffen die Massenmedien Partei für Georgien und betrieben antirussische Propaganda. Zum Glück gibt es da einige aufrechte, ehrliche und vollkommen objektive Blogger, die die Fahne der fairen Berichterstattung hochhalten. Ein Leuchtturm der Objektivität ist der Blogger Jens Berger aus Goslar, der den Blog “Der Spiegelfechter” betreibt.

Jens Berger ist “Öffentlichkeitsarbeiter für einen kommunalen Versorger, wo er von 9.00 bis 17.00 Uhr” arbeitet und dort sicherlich allerlei Erfahrungen in Sachen objektiver Pressearbeit sammeln darf. Diese beruflich gewonnene Objektivität steigert sich im Blog “Der Spiegelfechter” in die Überobjektivität. Mehr ist wirklich nicht drin und da die Massenmedien ein gravierendes Objektivitätsdefizit ihr Eigen nennen, kommt Jens Berger zum Zuge, denn “während die subalternen Journalisten ihre Arbeit recht ordentlich machen, versagen allerdings die namenhaften Alpha-Journalisten in ihren Kommentaren auf ganzer Linie. Vor allem Meldungen aus georgischen Militär- und Regierungskreisen werden von ihnen gerne als Tatsachenbehauptungen eingestreut – kein Konjunktiv, keine Quellangabe, keine Glaubwürdigkeit.” [1]

Das schreckliche Versagen und die Verdrehungen der Alpha-Journalisten würden wohl im Dunklen bleiben, wenn es da nicht so wackere Blogger wie Berger geben würde, die diesen unglaublichen Medienskandal ans Licht der ansonsten desinformiert bleibenden Öffentlichkeit zerren würden. Wie können es diese arroganten Alpha-Journalisten wagen einfach so subjektive “Kommentare” zu verfassen. Wo bleibt denn da die Objektivität? Beim Spiegelfechter hingegen gibt es das alles nicht. Dort findet man Glaubwürdigkeit in ihrer reinsten Form, jede Menge Konjunktiv und massig “Quellangaben”.

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Alle gegen alle

TOLLWÜTIGE LIBERALE vs. NUB, CHE2001 u.a.

Runde 1Schläge unter die Gürtellinie

Dieser Artikel vom 3. Februar, der in der Tat letztendlich biologistische und sozialdarwinistische Thesen salonfähig macht, löste eine virtuelle Prügelorgie aus. NUB, der sich wie immer erfolgreich um Sachlichkeit bemühte, möchte ich da voll und ganz ausnehmen. Ganz im Gegenteil zu R.A., der nicht nur Dresden für ein Verbrechen hält, sondern glaubt, das Intelligenz vererbt wird, wobei er selbst wohl vollkommen leer ausgegangen zu sein scheint.

Zwischen den Runden: Das Nummerngirl

Nichts gegen Studiengebühren, die natürlich eine soziale Komponente enthalten sollten, aber diese damit zu rechtfertigen, daß bestimmte Kinder, die ja dumm sein sollen, weil ihre Eltern dumm und deshalb auch noch arm sind, lieber erst gar nicht studieren sollten, weil sie eben zu dumm sind und dann auch noch unglücklich werden, weil sie die Chancen nicht nutzen konnten, die man ihnen gnädigerweise bot, durch monetäre Hürden am Studium gehindert werden, weil sie dann am Ende glücklicher wären, da sie angeblich durch ihre Geburt in eine bestimmte soziale Schicht sowieso nie die Aussicht auf ein Studium bekommen dürften, weil Dummheit sich angeblich vererbt, ist nicht akzeptabel und sich auf eine weitergehende Diskussion einzulassen, würde bedeuten, daß man reaktionäre Ansichten aufwertet, anstatt sie zu bekämpfen und deren Hintermänner auszugrenzen.

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Da bleibe ich lieber neutral

Während Telegehirn mit wichtigen Angelegenheiten befasst ist, tobt an anderer Stelle der Blogosphäre ein putziger Kleinkrieg und anscheinend säubern darauf jetzt auch die Blogpfeifen ihren Feedreader. Ist das jetzt eine liberale Säuberungsaktion? Egal. Bei solchen Kindereien halte ich mich lieber raus und schaue ganz entspannt dabei zu, wie die sich gegenseitig gnadenlos zerfleischen. Wobei ich ehrlich gesagt immer wieder die Geduld des Kollegen Statler bewundern muss, daß er sich immer wieder auf so einen Blödsinn einlässt, der dann doch zu nichts führt.

Irgendwo bei Balou, dem Bewunderer von Che, dem Mörder, und einigen anderen mehr als fragwürdigen Gestalten, hatte ich in diesen Tagen auch gelesen, daß jemand, entweder boche oder rayson, so genau kann ich das jetzt nicht sagen, jolly rogers, das Frankfurter Würstchen, mit dem hier hochverehrten Franklin D. Rosenfeld verglich, der von den Filbinger-Freunden seit einiger Zeit als „Troll“ verunglimpft wird, weil er ihnen die Wahrheit in die Doitsche Hackfresse sagt. Jedenfalls virtuell. Wären die Doitsch-Liberalen doch nur satisfaktionsfähig, dann könnte man die Bakunin-Gedenk-Dachlatte aus der Vitrine holen…aber nein, denn sonst weinen die Filbinger-Freunde gleich wieder los und das will ich ja nun gar nicht. Telegehirn ist strikt gegen Gewalt.

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